HowTo: Domitech ZBulb-LED mit dem Fibaro Motion Sensor unter FHEM automatisch schalten.

Als absoluter FHEM- und Z-Wave Newbie bringe ich hier meinen ersten Artikel zum Thema online.
Aller Anfang ist bekanntlich schwer und mich muss konstatieren, bei FHEM trifft das nur bedingt zu.
Mit ein bisschen Geduld und ein bisschen mehr Nerven kommt man hier schnell zu einem Ergebnis, das Lust auf mehr macht!

Aber schön der Reihe nach…

Ganz am Anfang stand der Wunsch, unsere alte Immobilie technisch zumindest etwas in die Neuzeit zu bringen – und das möglichst ohne neue Strippen ziehen zu müssen.
Erste Versuche das möglichst kostengünstig, nämlich auf Basis von Produkt-Tests der Conrad-Community, zu betreiben sind leider mangels Zusage gescheitert 😉 .

Es musste also eine Alternative her, die für eine fünfköpfige Familie mit Hund, Katze und Hasen bezahlbar ist und bleibt.
Nach längerer Suche und vielen Abwägungen bin ich dann bei der Open Source-Lösung FHEM gelandet und habe mich vorerst für Geräte entschieden, die den Z-Wave-Standard nutzen.

Jeder fängt mal klein an, also war mein erstes Ziel, unser Treppenhaus per Bewegungsmelder und Kopplung an eine Z-Wave-LED zu illuminieren.
Das für dieses Szenario zur Verfügung stehende Budget:
max. 100 EUR.

Hier die von mir genutzten Komponenten:

  1. Als Zentrale / Gateway: Z-Wave Smart Home USB Stick
  2. Als Bewegungsmelder: Fibaro Motion Sensor
  3. Als LED: Domitech ZBulb

Als sparsamer Schwabe wurden natürlich nicht alle Komponenten auf einmal gekauft, sondern jeweils Aktionsangebote abgewartet.
So konnte ich z. B. die ZBulb für EUR 22,– abstauben.
Die Kosten für alle Komponenten: EUR 87,–.

Da ich bereits einen Raspberry 1 im Dauerbetrieb laufen habe (s. hier), habe ich diesem kurzerhand zusätzlich FHEM aufgebürdet und mein kleiner Kumpel kommt damit gut zurecht!
Gemäß der Anleitung von Dr. Jörg Hofmann auf meintechblog.net war die Installation von FHEM in ca. 30 Minuten erledigt.

Auf die Einbindung des Gateways brauche ich nicht länger eingehen, da diese weitestgehend automatisch abläuft.

Jetzt also zum interessanten Teil des Artikels –
Die Einbindung und Kopplung der Komponenten.

1. Fibaro Motion Sensor

Wie bei jeder Einbindung wird hierfür das Gateway, welches bei mir ZWDongle_0 heißt, in den Inklusions-Modus gesetzt:

Jetzt wird die Abdeckung des Fibaro-Sensors geöffnet und nach dreimaligem Drücken des (B-)Buttons ist dieser inkludiert.

Auf der FHEM-Oberfläche sollte der Sensor nun im Bereich ZWave gelistet sein.
Wer will, kann dem Sensor auch einen sinnvolleren Namen geben, bei mir heißt er z. B. „fl_SensorTreppe“.

Der FHEM-Befehl hierfür lautet dann also:

Der Fibaro Motion Sensor hat eine Vielzahl von Parametern – sog. Readings – und damit einhergehender Einstellungsmöglichkeiten.
Die meisten dieser Einstellungen passen bereits im Standard, geändert habe ich folgende Parameter:

  • Signalisierung Erschütterung auf „aus“ (da nicht benötigt):
  • Bewegungsmelder nur nachts aktiv (weil’s meist nur da dunkel ist 🙂 ):
  • Schwellenwert für Tag- Nacht- Erkennung angepasst:
    Dieser Wert ist natürlich abhängig von der Position des Sensors, meist passt auch hier der Default-Wert 200
  • Tipp:
    Nicht vergessen, die Konfigurationsänderungen auch mittels „Save Config“ zu speichern.

    Die Konfiguration des Sensors wäre hiermit erledigt, folgt also

    2. Domitech ZBulb

    Die Einbindung dieser genialen LED mit E27-Fassung ist denkbar einfach.
    Sofern sich das Gateway noch im Inklusionsmodus befindet, gilt für die LED folgende Vorgehensweise:

    1. Lichtschalter auf Aus-Stellung
    2. LED in die Fassung drehen
    3. Lichtschalter einschalten

    Die LED sollte nach erfolgter Inklusion 2x kurz aufleuchten, was bei mir auf Anhieb problemlos funktioniert hat.

    War die Inklusion erfolgreich, so kann der Anlernmodus des Gateways wieder deaktiviert werden:

    Die ZBulb sollte in FHEM jetzt auch unter dem Punkt ZWave erscheinen.
    Wer möchte, kann – wie ich – die LED umbenennen. Bei mir heißt Sie jetzt „fl_LichtTreppe“.

    Somit wäre die Einbindung der LED erledigt.

    3. Die Kopplung der beiden Komponenten mittels DOIF

    Folgendes einfache Szenario habe ich mir vorgestellt:

    • Die Lichtschaltung soll von 17:00 Uhr bis 09:00 Uhr aktiv sein
    • Das Licht soll bei Erkennen einer Bewegung für 2 Minuten anbleiben

    Das Event bzw. das Reading des Fibaro Motion Sensors (der momentan aktuellen Generation) für eine Bewegungserkennung lautet:

    Frühere Versionen des Sensors würden hier z. B.:

    melden.

    Je nachdem welche Version man einsetzt, muss das DOIF-Szenario entsprechend angepasst werden.
    Für meinen Sensor der Generation 5 gilt folgendes Skript:

    Für ältere Sensoren wäre das dann:

    Auch hier bitte nicht vergessen, die Konfiguration zu speichern und einen FHEM-Neustart durchzuführen.
    Sollte das Skript nicht funktionieren oder man hat sich schlicht und einfach vertippt, kann man das DOIF per

    auch wieder löschen.

    4. Fertig!

    Tja, und das wars tatsächlich auch schon.
    Wenn unsere Familienkasse so gefüllt wäre, wie ich jetzt Ideen zum Thema Smarthome mit FHEM habe, dann würde ich ab sofort wahrscheinlich täglich einen Blogbeitrag zum Thema verfassen 🙂 .

    Auf jeden Fall bleibe ich dran und werde über meinen weiteren Z-Wave-Ausbau hier berichten!

    Sie haben das letzte Wort!

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